Mein Gartentipp / Fragen und Antworten, Tipps und Tricks

Mein Gartenblog

Hier will ich meine Leser teilhaben lassen an allem, was in und um meinen Garten herum passiert, will also berichten über meine Tätigkeiten, meine Beobachtungen, meine Probleme. Und natürlich auch über kleine oder große Erfolge, die sich zum Glück doch immer wieder einstellen. Die Freude darüber ist ja der Grund, warum wir Hobbygärtner uns abmühen, denn ohne etwas Mühe und Arbeit geht es halt nicht, das weiß jeder, der sich mit dem Gärtnern beschäftigt hat.

Wenn möglich, will ich auch immer wieder Fotos dazugeben.
Kommentare sind jederzeit willkommen, gerne kann dafür das Gästebuch verwendet werden.

Zu Anfang kurz die Situation:

Wir wohnen in einer Doppelhaushälfte in Oberbayern mit einem Garten, der um drei Seiten des Hauses führt.
Diese Aufnahme entstand im April 2014:

Es gibt Bäume (Linde, 3 große Buchen, Birke, Eiben), Sträucher (Buchsbäume, Glyzinie, Felsenbirne, Kirschlorbeer, Rhododendron), Beete mit Stauden und natürlich Rasen.

Also eine schöne Vielfalt mit entsprechend viel Arbeit und da tut sich auch so einiges im Laufe eines Jahres, über das zu berichten ist.

 

 


13.September 2014

Was mich jedes Jahr wieder neu erfreut, ist diese eigentlich unscheinbare Staude, die aber mit ihren vielen kleinen, weißen Sternchen und dem gelben Kern auf größeren Flächen ganz hübsch aussieht. Den Namen weiß ich nicht, vielleicht kann mir einer der Leser helfen?

 


17.August 2014
Jetzt ist die große Zeit der Hortensien. Wir haben recht viele in unserem Garten und auch unterschiedliche Sorten, zum Teil auf Dauer im Freien gepflanzt, zum Teil in großen Kübeln. Gerne würde ich aktuelle Bilder zeigen, aber leider haben wir dieses Jahr kein Glück mit Hydrangea. Vermutlich haben sie die kalten Tage im zeitigen Frühjahr nicht gut vertragen. Außerdem habe ich die Hortensien, die ich in Kübeln in unserer hellen Garage überwintert habe, an den schönen warmen Tagen zu früh ins Freie gebracht und dann wurde es noch einmal so richtig kalt. Ich habe sie dann aber draußen gelassen, die erfrorenen Teile abgeschnitten und sie haben dann auch noch einmal ausgetrieben, allerdings war die Blüte dann eben mager oder gar nicht vorhanden.
Übrigens ging es mit meinen Glyzinien ganz ähnlich. Eine meiner zwei Glyzinien an der Ostseite des Hauses hat zu früh Blütenknospen entwickelt, die dann erfroren sind. Die Glyzinie selbst hat nach langer Schreckpause dann glücklicherweise doch noch Blätter getrieben, das sogar recht kräftig, und auch noch ein paar magere Blüten. Die zweite Glyzinie an der geschützten Südseite hat dem Frost getrotzt und viele wunderschöne Blüten gebracht.

Weil die Hortensien aber in den lezten Jahren so schön waren, hier doch noch Bilder von damals und in der Hoffnung, dass sie in Zukunft wieder so werden. Wobei mir klar ist, dass das richtige Schneiden ganz wichtig ist. Dazu gibt es hier das ausführliche Kapitel "Hortensien schneiden" in der Rubrik Ziergarten/Sträucher.   

 

 

 

 

Und da fange ich doch gleich mal mit dem Rasen an.

Im späten Herbst habe ich noch einen Kali-reichen Dünger aufgebracht, aber nach dem Winter gehe ich regelmäßig mit dem Vertikutierer ran. Den Versuch, einen manuellen Vertikutierer über den Rasen zu ziehen, habe ich sehr schnell aufgegeben, das ist viel zu mühsam und geht wirklich nur beinem einem ganz kleinen Rasenstückchen. Also habe ich mir schon vor Jahren einen elektrischen Vertikutierer zugelegt, mit dem ich dann einmal längs und einmal quer über den Rasen fahre. das geht ganz gut, denn der Vertikutierer zieht sich mit seinen Sicheln am Boden praktisch selbst durch den Rasen, so dass ich ihn nur noch führen muss und dann eigentlich nur noch hinterherlaufe.

Aufpassen muss ich allerdings mit dem elektrischen Kabel aus zwei Gründen: einmal darf ich natürlich nicht darüber hinwegfahren, die Sicheln würden das Kabel bestimmt zerkleinern, das könnte ganz ungemütlich werden - habe ich zum Glück aber noch nicht erlebt!  Zum Zweiten läuft in meinem Garten um den ganzen Rasen herum ein dünner Draht in der Erde als Begrenzung für den automatischen Rasenmäher; diesen Draht darf ich auch nicht zerfetzen.

Zu dem automatischen Rasenmäher - eine meiner besten Anschaffungen überhaupt - komme ich später noch ausführlicher.

Warum vertikutiert man eigentlich?
Dazu gab es schon einmal eine Frage, die hier auf unserer Webseite im Kapitel Tipps/Rasen unter Vertikutieren ausführlich beantwortet wurde.
Ich habe also fachgerecht vertikutiert, wie man hier sieht und einige Säcke Rasenfilz zusammengerecht. Manchmal wird empfohlen, diesen Rasenfilz auf den eigenen Kompost zu werfen. Das wollte ich nicht tun, weil ich befürchte, dass ich damit das Moos und auch andere Rasenunkräuter beim Ausbringen des Komposts in meinem ganzen Garten verteile - das kann doch eigentlich nicht richtig sein. Deshalb habe ich die Säcke Rasenfilz in den Wertstoffhof gebracht.

Zum Boden auflockern sollte anschließend gesandet werden, ich musste dann aber feststellen, dass die gekauften 5 Säcke Rasensand bei weitem nicht ausreichen für den ganzen Rasen. Also habe ich mir nur einen Teil des Rasens vorgenommen, da, wo der Boden mir besonders verdichtet erschien. Die anderen Flächen mache ich halt nächstes Jahr.
 


Nach dem Sanden folgt das Düngen mit einem handelsüblichen Rasendünger. Ich verwende keinen Streuwagen, obwohl die Fläche relativ groß ist, weil ich das gleichmäßige Verteilen damit nicht hinkriege: mal kommt irgendwo viel zu viel, mal gibt es an den Seiten Streifen mit zu viel oder zu wenig Dünger. Statt dessen mache ich die uralte Bauernmethode beim Säen: ich halte eine größere Plastikschale voller Dünger mit der linken Hand am Körper, nehme mit der rechten Hand eine Handvoll heraus und streue diese Menge in einem großen, ausladenden Bogen von hinten nach vorne links (nicht umgekehrt!) auf den Rasen. Dabei laufe ich in kleinen Schritten im Rythmus der Streubewegung voran. Dann noch wie beim Vertikutieren einmal längs und einmal quer und die gleichmäßige Verteilung ist ganz gut gelungen. Eventuell muss man die Ränder noch getrennt behandeln.

Die ganze Prozedur ist doch für den Rasen sehr "anstrengend", deshalb habe ich für ein gesundes Rasenwachstum noch gut gewässert, was  in diesem trockenen Frühling 2014 besonders notwendig war.
Einige kleinere und etwas kahle Stellen werde ich noch Nachsäen und dann werde ich hoffentlich mit einem super Rasen belohnt - ich werde berichten.

Hübsch, zu beobachten, wie sich die Wildtulpen bei Sonne öffnen und am Abend wieder schließen:

             

Die Wildtulpen fühlen sich an dieser Stelle sehr wohl, ich habe nur wenige vor einiger Zeit gesetzt und jetzt werden es jedes Jahr mehr, sie verwildern bereitwillig und bleiben schön. In meiner kleinen Wiese "hinterm Haus" habe ich auch schon welche entdeckt, die irgendwann angeflogen kamen:

 

 

 

 

 

 

 

Noch eine andere Verwilderung habe ich beobachtet: Maiglöckchen. Ich kann mich nicht erinnern, ein Maiglöckchen gesetzt zu haben, aber immerhin gibt es jetzt am Fuß einer großen Buche ein größeres Feld von Maiglöckchen, die sich offensichtlich so wohl fühlen, daß sie sich jedes Jahr ein bißchen weiter ausbreiten:

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn wir schon bei "angeflogenen", das heißt also nicht gesetzten Pflanzen sind: auch bei einer Pfingstrose, die sich in einem der Beete ausbreitet, kann ich mich nicht erinnern, sie je gesetzt zu haben. Kann es sein, dass eine solch schöne Pflanze aus dem Nichts heraus erscheint? Hat ein Vogel einen Samen hinterlassen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls habe ich jetzt eine Pfingstrose in prächtiger hellrosa Farbe in meinem Beet, die jedes Jahr ein bißchen größer und ein bißchen schöner wird.

Pünktlich zu Pfingsten zeigt die Paeonie ihre prächtigen Blüten.

Meine gesetzten Paeonien sind auch dieses Jahr wieder reich an Blüten und Knospen:


 

 

 

 

 

Allerdings gab es nach einer Nacht mit kräftigem Regen eine traurige Überraschung: die großen Blüten haben den Regen aufgenommenn, sind immer schwerer geworden und nach vorne abgeknickt:

          

Da habe ich einen Fehler gemacht und die Abstützung mit dem Wachsen der Pflanzen nicht mit nach oben gezogen, schade, aber nächstes Jahr weiß ich es besser. Allerdings hat sich meine Frau gefreut, es gab einen riesigen Strauß in einer großen Vase und dazu noch einen zarten, lieblichen Duft im Wohnzimmer.

Vor den Pfingstrosen und zum Teil auch gleichzeitig brachte der Zierlauch Allium seine großen Blütenkugeln. Im Herbst habe ich die Zwiebeln gesetzt, zwei Sorten: Purple Sensation und Lucy Ball. Leider habe ich sie nicht markiert, so dass ich sie im Frühjahr nicht auseinander halten konnte, sie sind aber beide sehr attraktiv.

 

Leider werden die grünen Blätter des Alliums sehr schnell braun und unansehnlich, auf dem linken Bild sind schon die Ansätze sichtbar. Vermutlich liegt das daran, dass diese Pflanzen aus zumeist trockenen Gegenden stammen mit nur einer kurzen nassen Periode, so dass ihnen nur eine verkürzte Vegetationszeit zur Verfügung steht, um Blätter und Blüten zu treiben. Es geht ja auch wirklich schnell vom ersten Erscheinen der grünen Triebe bis zum Öffnen der großen Blütenkugeln.

Was mir dieses Jahr an den Tulpen besonders auffiel: Aus den Pflanzen des letzten Jahres kommen, wenn überhaupt, nur grüne Blätter, aber fast nie eine Blüte zum Vorschein. Hätte ich die besser düngen müssen oder ist das sowieso verlorene Liebesmühe, weil die großen Zuchtbetriebe jedes Jahr neue Zwiebeln verkaufen wollen und deshalb die Pflanzen so züchten, dass sie nur einmal blühen? Das könnte durchaus möglich sein.



 

18.Juli 2014
Ich will meine Beiträge in Zukunft immer mit einer Tagesangabe versehen, das gibt dann noch einmal mehr Information und lässt den Leser stärker teilhaben am aktuellen Geschehen.

Jetzt berichte ich aber doch noch über etwas, was schon wieder vorbei ist, und zwar über meine schöne blaue Clematis. Sie hat dieses Jahr ausnehmend kräftig geblüht mit einer großen Zahl großer, königsblauer Blüten.

Das war nicht immer so. Ich habe die Clematis vor zwei Jahren gepflanzt, im ersten Jahr vom Gartencenter mit nur 2 Blüten, im vergangenen Jahr mit vielleicht 7 oder 8 Blüten und nun in diesem Jahr mit dieser Blütenfülle. Etwas besonderes habe ich nicht damit angestellt, sie wächst in einem Impruneta-Tonkübel unter einem Dachüberstand und bleibt im Winter draußen. Dazu habe ich dieses Jahr noch eine Dipladenia gepflanzt: 

 

 

 

 

                                          

 

Die Blüte selbst mit ihrer kräftigen blauen Farbe und der klaren Struktur ist aber immer ein wunderschöner Anblick.