Mein Gartentipp / Fragen und Antworten, Tipps und Tricks

 

Beerenobst

 

Magere Erdbeerausbeute

Frage:
Mein kleines Erdbeerbeet hat heuer nur ganz mager Früchte getragen. Zwar war das Wetter auch nicht gerade gut für Erdbeeren, ich bin aber trotzdem enttäuscht, weil ich auch gut gedüngt habe. Was kann ich noch tun? (Alfons Weber)

Antwort:
Hallo Herr Weber,
ihr Problem kann zwei Gründe haben.
Entweder sind die Erdbeerpflanzen schon etwas in die Jahre gekommen. Mehr als 3 oder 4 Jahre machen sie es nicht. Sie müssen möglichst schon nach zwei Jahren einige der Ausläufer, die die Mutterpflanze treibt, erst bewurzeln lassen, dann abtrennen und in ein neues Beet einpflanzen. Im nächsten Jahr werden Sie sicher wieder schöne Erdbeeren haben!
Weiterhin gehört die Erdbeere zu den Rosengewächsen und die haben die Eigenart, dass der Boden nach einigen Jahren rosen- bzw. erdbeermüde wird. Dann muss man also in ein neues Beet umziehen und dort sollten die letzten vielleicht 10 Jahre keine Erdbeeren gewachsen sein.

 

Himbeerstöcke schneiden
 

Frage:
Ich habe im letzten Jahr 3 Himbeerstöcke im Garten gesetzt. Gemäß Gärtner befruchten diese sich gegenseitig. Im Herbst waren bereits einige Früchte zu ernten. Danach habe ich die abgeernteten Zweige abgeschnitten.In diesem Jahr sind die Stöcke mächtig gewachsen und ich frage mich, wo und wie muß ich diese schneiden, damit ich viele gute Früchte ernten kann. Momentan sind auch einige Triebe dabei, die ich als wilde Triebe bezeichnen würde (ähnlich wie bei Rosen). Liege ich da falsch? Bleiben alle Triebe dran? Ich bin Laie und kann die Empfehlungen aus dem Internet nur schwer übersetzen. Zeichnungen wären sehr hilfreich, existieren aber nicht. Für Hilfe wäre ich dankbar.

Antwort:
Es war richtig, die abgeernteten Zweige abgeschnitten zu haben. Lassen Sie in diesem Jahr nach der Ernte pro Wurzelstock nur die kräftigsten 5 bis 6 Triebe stehen, alle anderen kürzen Sie bis auf den Boden herunter. Ebenso auch in den nächsten Jahren immer pro Wurzelstock die alten Triebe herunterkürzen und von den Jungtrieben 5 bis 6 stehen lassen. Wildtriebe, die aus den Wurzeln treiben, reißt man aus.
Die Triebe brauchen Stützen z.B. in Form gespannter Drähte in 80 cm und 150 cm Höhe. Schneiden Sie dann im Februar die einzelnen Triebe bis etwas über den obersten Draht herunter. Wenn Sie jetzt noch gut düngen und bei trockenem Wetter gießen, steht einer reichen Ernte nichts mehr im Weg. (gartenfelix)
 

Beerensträucher schneiden

Frage:
Wann werden rote und schwarze Johannisbeeren sowie Stachelbeeren geschnitten, gleich nach der Ernte oder erst im Herbst?
Wo bilden sich die Früchte aus – auch an alten Trieben? (Ilse P.)

Antwort:
Alle drei Beerensträucher werden am besten gleich nach der Ernte geschnitten, können aber auch noch im Herbst geschnitten werden.
Sie müssen aber etwas unterschiedlich behandelt werden:

Rote und weiße Johannisbeeren bilden die schönsten Früchte an zwei-bis dreijährigen Trieben. Man schneidet also ältere Trieb heraus, so, dass der Strauch noch etwa acht bis höchstens zwölf Triebe behält.

Schwarze Johannisbeeren tragen die schönsten Beeren am jungen Holz des Vorjahres. Beim Schneiden also einen Teil des älteren Holzes entfernen, um das Wachstum von jungen Trieben anzuregen.

Auch Stachelbeeren tragen ihre Früchte an den jungen Triebe, aber auch am Fruchtholz älterer Triebe. Lichten Sie möglichst aus der Mitte heraus, so dass auch hier nur acht bis zwölf Triebe übrig bleiben. (P. Ott)