Mein Gartentipp / Fragen und Antworten, Tipps und Tricks

 

Blühende Pflanzen

 

 

Usambaraveilchen

Beim Wässern von Usambaraveilchen muss man beachten, dass die behaarten Blätter nicht nass werden. Also nicht besprühen und Gießen nur auf die Erde oder noch besser über einen Untersatz mit Wasser, das Veilchen holt sich das Wasser von unten. Eine halbe Stunde reicht, nicht auf Dauer im Wasser stehen lassen.
Das gilt im übrigen für alle Pflanzen mit behaarten Blättern.

 

Alpenveilchen

Frage:Ich liebe Alpenveilchen, aber sie halten bei mir viel zu kurz. Kaum habe ich sie in der Wohnung, kümmern sie vor sich hin. Was mache ich falsch?

Antwort:Zwei Sachen sind wichtig bei Alpenveilchen, die da recht empfindlich sind.
Erstens: das Alpenveilchen mag keine warme Umgebung und das Wohnzimmer ist ja meistens warm. Deshalb gehört die Pflanze eigentlich in kühlere Räume, z.B. ins Schlafzimmer. Sie können aber versuchen, das Alpenveilchen an eine höhere Temperatur zu gewöhnen, also nach dem Kauf erst kühler stellen (aber hell) und dann langsam an den wärmeren Platz. Nicht in die Sonne, aber immer hell – das ist oft nicht einfach.
Zweitens: Alpenveilchen immer von unten wässern, also über den Untersetzer, von wo es sich das Wasser holt. Dabei können Sie alle zwei Wochen auch etwas Dünger dazu geben. Was nicht aufgesaugt wurde, nach einiger Zeit wieder ausschütten. (gartenfelix)

 

Amaryllis pflanzen und pflegen

 
Die Amaryllis, oder auch Ritterstern genannt, botanisch Hippeastrum, ist mit ihren großen meist roten oder weiß-rot gestreiften Blüten eine äußerst attraktive Zimmerpflanze. Im späten Herbst werden die großen Zwiebeln im Handel angeboten, sie haben ihre Ruhephase hinter sich und werden jetzt so eingepflanzt, dass sie ihre prächtigen Blüten im Winter zeigen. Die Amaryllis, die ja nicht billig ist, kann sehr wohl über mehrere Jahre gehalten werden und immer wieder neu erfreuen – dazu wollen wir Ihnen hier die richtigen Pflegetipps für das ganze Jahr geben.

Man setzt die riesigen Zwiebeln in ein Pflanzgefäß mit lockerer Erde (z.B. Einheitserde oder auch Kakteenerde), am besten in einen Tontopf, der schwer genug ist, damit er stabil stehen bleibt, wenn die Pflanze ihre langen Blütenstängel und Blüten getrieben hat. Der Topf soll nur wenig mehr Durchmesser haben, als die Zwiebel selbst, z.B. eine Daumenbreite um die Zwiebel herum: bei zuviel Erde um die Zwiebel herum kann sie blühfaul werden. Dabei soll mindestens die Hälfte der Zwiebel aus der Erde ragen, damit sie nicht verfault und bitte vorsichtig mit den Wurzeln, die nicht beschädigt werden sollen. Auch eine Pflanzung von mehreren Zwiebeln in einem größeren Pflanzgefäß kann sehr dekorativ aussehen. Dann wird die Erde kräftig angedrückt, einmal kurz angegossen und dann warm und hell gestellt. Vorerst nicht weiter gießen, sonst kann die Pflanze eventuell bevorzugt Blätter treiben und keine Blüten.
Die ersten Anzeichen der Blütenknospe erscheinen nach etwa 2 bis 4 Wochen. Erst wenn die Blütenschäfte etwa 10 cm aus der Zwiebel ragen, wird sparsam gegossen, und dann immer erst, wenn der Boden trocken geworden ist. Am besten über einen Untersetzer, damit die Zwiebel trocken bleibt. Auch etwas Dünger kann man jetzt schon dazugeben. Die Pflanze neigt sich zum Licht hin und damit sie schön aufrecht wächst, sollten Sie sie immer wieder um 180 Grad drehen.
Wenn Sie lange an den eindrucksvollen Blüten Freude haben wollen, stellen Sie die Pflanze an einen hellen, aber nicht zu sonnigen Platz, der möglichst nicht über 20 Grad haben sollte. Unsere Wohnzimmer sind allerdings in der Regel wärmer und hier hat es sich bewährt, die Pflanze dann wenigstens in der Nacht an einen kühleren Platz zu stellen. Allmählich öffnen sich eine nach der anderen Blüte und es können aus einem Stängel bis zu 6 Blüten kommen. Große Zwiebeln treiben auch mal mehrere Stängel mit jeweils bis zu 6 Blüten.
Abgeblühte Blüten werden einzeln entfernt und am Schluss dann der ganze Stängel ganz unten abgeschnitten.
Damit ist die Blühphase abgeschlossen und es beginnt die Pflege- und Wachstumsphase. Die Zwiebel treibt jetzt vollends alle Blätter, die unbedingt an der Pflanze bleiben müssen, denn sie müssen jetzt die Kraft in die ausgelaugte Zwiebel zurück bringen. Dazu muss die Pflanze weiterhin hell stehen und sie muss gut mit Wasser und Dünger versehen werden, so wie auch alle anderen Zimmerpflanzen.
Im Mai, wenn die letzten Nachtfröste vorbei sind, kann die Pflanze samt Topf ins Freie, muss aber nicht, sie kann sehr wohl auch noch im Zimmer bleiben. Da allerdings die langen Blätter nicht unbedingt sehr attraktiv sind, ist ein nicht zu sonniges, ruhiges Plätzchen im Garten gut geeignet. Auch hier weiterhin ans Gießen und Düngen denken. Und Achtung mit Schnecken, die machen sich gerne über die Blätter her.
Das geht so bis in den August hinein, jetzt wird erst weniger und dann gar nicht mehr gegossen und auch nicht mehr gedüngt, so wird die Ruhephase eingeleitet. Damit im Freien nicht doch wieder über den Regen gewässert wird, bringt man die Töpfe ins Haus und lässt sie dort austrocknen. Etwa im September/Oktober sind die Blätter alle vertrocknet, man schneidet sie jetzt direkt über der Zwiebel ab und stellt die Pflanze kühl (aber immer über 15 Grad) und trocken, z.B. im Keller. Hell oder dunkel spielt keine Rolle.
Im November pflanzen wir um, d.h. wir nehmen die Zwiebel sorgfältig aus dem Topf und pflanzen sie erneut ein wie oben beschrieben. Manchmal haben sich an der Seite der großen Zwiebel kleine Zwiebelchen gebildet. Die können Sie als Brutzwiebeln abnehmen und zur weiteren Behandlung getrennt aber nach dem gleichen Schema einpflanzen. Mit den kleineren Zwiebeln müssen Sie allerdings Geduld haben, bis sich Blütenstängel bilden, sie können schon zwei oder drei Jahre brauchen, bis sie dazu groß genug sind.
Umpflanzen ist nicht unbedingt jedes Jahr nötig, manche Blumenfreunde haben auch Erfolg, wenn sie die Pflanze in ihrem Topf belassen.
Somit sind wir wieder in dem Kreislauf der Natur und haben alles getan, um uns Jahr für Jahr und besonders in der kalten Jahreszeit an den prächtigen Blüten zu erfreuen.
 

Azaleen

Frage:
Zu Weihnachten habe ich eine wunderschöne Azalee bekommen, die auch üppig geblüht hat. Sehr schnell sind aber erst die Blüten verwelkt und dann sind die Knospen abgefallen, bevor sie aufgegangen sind. Und jetzt fallen auch noch die Blätter ab. Was muss ich tun? (Evelyn L.)
 

Antwort:
Vermutlich liegts am Gießen. Und das hat folgende Bewandnis:
Die Azaleen kommen ursprünglich aus Asien und dort aus feuchten und kühlen Gegenden. Sie sind deshalb eigentlich für unsere im Winter oftmals warmen und  trockenen Räume nicht sonderlich geeignet. Wenn es möglich ist, achten Sie auf Temperaturen unter 21 Grad und vor allem: halten Sie die Erde immer feucht! Tägliches Gießen ist Pflicht und wenn Sie es einmal vergessen haben, dann die Pflanze tauchen, also den Topf mit der Erde für ein paar Minuten in einen Eimer lauwarmes Wasser stellen, bis keine Bläschen mehr aus der Erde aufsteigen. Das Wasser zum Gießen und zum Tauchen soll kalkfrei sein, wenigstens abgestanden oder auch abgekocht, damit der Kalk ausgeschieden ist. 
Der Standort für die Azalee soll hell sein, aber möglichst ohne direkte Sonne, und nicht direkt neben oder über einem Heizkörper.
Die Blütezeit kann durchaus zwei Monate dauern. Gedüngt wird während der Blütezeit nicht! 

Sicherlich wollen Sie die schöne Pflanze im nächsten Winter auch wieder zum Blühen bringen - dann gehen Sie so vor:
Nach der Blüte werden die abgeblühten Blütenstände abgeschnitten, die Pflanze verbleibt in einem kühlen, hellen Raum, wird wenig gegossen und gedüngt mit Rhododendrondünger. Wenn es draußen keine Nachtfröste mehr gibt, also etwa nach den Eisheiligen Mitte Mai, kann die Pflanze ins Freie und auch hier wieder an ein halbschattiges Plätzchen. Weiterhin gießen, düngen aber nur bis etwa Ende Juli, dann folgt die Ruhephase und etwa im Oktober kommt sie in das Winterlager, auch ein kühler, heller Raum, in dem sie sich in etwa vier bis sechs Wochen an wärmere Zimmertemperaturen gewöhnen kann. In dieser Zeit die Erde nur mäßig feucht halten, erst wenn sie wieder im Zimmer ist, wieder kräftig gießen.

Wenn die Pflanze wächst, sollte auch der Topf mitwachsen. Beim Umtopfen verwenden Sie am besten fertige Rhododendronerde.

Bei einer solchen Pflege sollten Sie keine abgefallenen Blütenknospen und Blätter mehr haben, aber viele Jahre Freude an der üppigen Blütenpracht.